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Bandsäge Test – Die besten Modelle im Vergleich

Eine Bandsäge führt mit Hilfe eines umlaufenden Sägeblatts lange Schnitte ohne nötiges Absetzen aus. Die Ausstattung variiert zwischen einfachen Einsteigermodellen und Profi-Bandsägen für industrielle Anwendungen. Für die verschiedenen Einsatzzwecke gibt dieser Ratgeber Tipps und beantwortet häufige Fragen. Schließlich sollen die Anwendungstipps den sicheren Umgang mit Modellen der Marktführer sowie ein ansprechendes Sägeergebnis unterstützen.


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Kompakte Bandsäge für anspruchsvolle Anwender - Empfehlung Metabo 619008000 Bandsäge BAS 261 PRECISION | + Bandsägeblatt, Parallelanschlag, Winkelanschlag, Absaugadapter, Schiebestock (Auflagefläche: 328 x 335 mm / 400 W / 32,5 kg) - Scheppach Bandsäge Basa, 1 Stück, blau/silber/schwarz, 1901501901 - Preistipp Proxxon 27172 Micro-Bandsäge MBS 240/E -
Modell Record Power BS250Metabo BAS 261 PRECISIONScheppach BasaProxxon MBS 240/E
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Aufbau und Ausstattung von Bandsägen

Moderne Bandsägen sind – abgesehen von unterschiedlicher Robustheit – sehr ähnlich aufgebaut. Ihr Zweck ist es, durch große Werkstücke lange, durchlaufende Schnitte zu führen. Diese Merkmale im Aufbau sind bei Einsteiger- und Profimodellen gleich:

  • bandsäge sägeblattGehäuse und Auflagefläche

Das Gehäuse einer guten Bandsäge ist hochwertig verarbeitet, ohne sicht- und spürbare Grate oder Lücken zwischen den Komponenten. Zum umlaufenden Sägeband führt ein ausreichend großer Arbeitstisch, der sich nach Bedarf entweder herstellerseitig oder durch optional erhältliche Anbauten vergrößern lässt. Die Auflagefläche kann für die richtige Schnittrichtung in ihrer Ausrichtung verändert werden.

  • Sägeblatt und Sägeschutz

Zwei Umlenkrollen leiten das durchlaufende, runde Sägeblatt in einer Endlosschleife weiter. Der größte Teil dieses Sägeblatts steckt sicher geschützt im oberen und unteren Gehäuseteil. Nur die Bandfläche auf direkter Arbeitshöhe schaut heraus. Außerhalb des Gebrauchs wird dieses bei Markenmodellen durch eine Abdeckung verschlossen. Damit wird das Verletzungsrisiko bei der Maschinenpflege für den Anwender minimiert.

  • Motorleistung und Antriebsart

Je nach Modell muss der Motor einer Bandsäge oft stundenlang Höchstleistung erbringen. Für Einsteiger genügen preisgünstige Motoren für eine Belastung von ein bis drei Stunden wöchentlich. Profis brauchen mehr Leistung, die möglichst täglich wie im Handwerkerberuf strapaziert werden kann. Als Antriebsart ist Strom bei allen Varianten gebräuchlich. Unterschiedlich ist allerdings die Stabilität. Sie ist umso höher bei mehr Gesamtgewicht, je stärker der Motor die Bandsäge antreibt.

  • Sicherheitskomponenten

Für gute Sicherheit in der Handhabung sind die Bedienknöpfe an der Bandsäge ausreichend weit vom Sägeblatt entfernt. Dennoch lassen sie sich notfalls im Betrieb leicht vom Anwender erreichen. Ein Not-Aus sowie ein Überhitzungsschutz im Motor verhindern Defekte an der Maschine sowie Verletzungen während des Sägevorgangs.


Funktionsweise einer Bandsäge

bandsäge testUm mit der Bandsäge einen Schnitt in Holz oder Metall zu setzen, wird das Werkstück mit der Sollstelle auf einer Arbeitsplatte zum Sägeband geführt. Dort läuft ein metallisches, verschleißarmes Sägeblatt über zwei Umlenkrollen in Endlosschleife. Ein ausreichend kräftiger Motor treibt das Blatt auch dann kontinuierlich weiter, wenn dieses nicht leer, sondern durch ein Material läuft.

Am häufigsten wird diese Funktionsweise für das Setzen langer, unterbrechungsfreier Schnitte in große Werkstücke verwendet. Aber auch geschweifte oder kreisförmige Zuschnitte lassen sich mit der Bandsäge unterbrechungsfrei herstellen. Sowohl die Motorleistung als auch die Festigkeit des Sägeblatts entscheiden über die Einsatzfähigkeit des jeweiligen Modells.


Gerätetypen

Zwischen Bandsägen bestehen bei den Marktführern erhebliche Preis- und Leistungsunterschiede. Bei der Auswahl sollte deshalb vorab überlegt werden, ob das Modell nur gelegentlich für Holz oder regelmäßig auch für Metall oder gar Stahlwerkstücke zum Einsatz kommt:

  • Für Einsteiger

Einsteigermodelle haben eine Motorleistung, die zumindest für gelegentliche Schnitte durch weiche bis mittelharte Werkstücke aus Holz ausreicht. Die Motoren solcher einfachen Bandsägen sind nicht für den Dauereinsatz konzipiert. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich geregelt. Es gibt kaum Zubehör im Lieferumfang, und die Stabilität solcher Ausführungen muss kritisch verglichen werden. Doch sind Bandsäge Modelle für Einsteiger ideale und preisgünstige Heimwerkermaschinen für Hobbykeller und Werkstatt.

  • Für anspruchsvolle Heimwerker

Wer viel selbst zimmert, wird eine etwas höhere Ausgabe für eine robustere Bandsäge der Mittelklasse machen. Die Modelle in diesem Bereich sind mit kräftigen Motoren ausgestattet und je nach Heimwerkerprojekt für mehrere Tage und mehrere Stunden im Dauereinsatz. Sie können bedingt auch für dünne Bleche verwendet werden. Bei der Ausstattung können Bandausrichtung und Arbeitstisch dem gewünschten Schnittmuster teilweise angepasst werden. Viele Bandsägen für anspruchsvolle Heimwerker zeichnen sich durch gute Mobilität aus. Unter dem eigentlichen Gehäuse sitzen dafür auf einer Standseite Rollen. Durch leichtes Ankippen kann ein solches Modell mühelos zu einem anderen Arbeitsbereich ohne fremde Hilfe transportiert werden.

  • Für professionelle Anforderungen

Schreiner, Tischler oder Zimmermann arbeiten mit Profi-Bandsägen täglich intensiv. Ihre hochpreisigen Varianten erlauben zahlreiche Einstellungen, die bei Heimwerkermodellen nicht zu finden sind. Die Motoren und Sägeblätter halten auch durchlaufende Schnitte durch dickere und festere Metalle gut aus. Besonders strapazierfähige Gehäuse und unverwüstliche Motoren zeichnen solche Modelle aus. Wer als Heimwerker voraussichtlich über Jahre hinweg regelmäßig mit der Bandsäge arbeitet, investiert mit dem durchaus stolzen Preis immerhin in eine Maschine, die ihn wahrscheinlich lebenslang defektfrei begleiten wird.


Einsatzgebiete für Bandsägen

Kreative Heimwerker können mit einer Bandsäge große und dicke Holzplatten sauber durchtrennen. Je nach Härte und Bezahnung des Sägeblatts sowie abhängig von der Motorleistung werden Bandsägen auch in der metallbearbeitenden Industrie zum Durchsägen von Stahlblechen und anderen Metallen verwendet:

  • Holzbearbeitung

Eine Tischkreissäge würde manche Werkstücke aus Holz nicht unterbrechungsfrei oder ausreichend glatt durchtrennen. Deshalb wird in solchen Fällen die Bandsäge eingesetzt. Beim Tischler oder Schreiner sowie für bestimmte Zimmermannstätigkeiten leistet diese Sägevariante am schnellsten die saubersten Ergebnisse. Wer sich für seine Heimwerkerzwecke eine Bandsäge zur Holzbearbeitung aussucht, bekommt leistungsfähige Modelle schon im Einsteigerbereich sowie im mittleren Preissegment. Eine industriell hohe Motorleistung oder die Anschaffung extra gehärteter Sägebänder sind hierbei nicht nötig. Allerdings sollten die Bedienelemente nicht zu weit von der Anwenderhand und in ausreichendem Sicherheitsabstand zum Sägebereich angebraucht sein. Wenige, leicht erkennbare und in der Heimwerkerpraxis tatsächlich geforderte Funktionen reichen für diesen Einsatz aus.

  • Metallbearbeitung

Eine Bandsäge der mittleren Preisklasse können bedingt auch zum Durchtrennen weicher Metalle verwendet werden. Nicht der Motor, sondern die Härte des Sägeblatts ist für den Erfolg entscheidend. Überwiegend sind aber Bandsägen zur Metallbearbeitung äußerst stabil und mit unverwüstlichen Motoren für den Dauereinsatz unter industriellen Bedingungen ausgestattet. Die Gehäuse und Arbeitstische halten auch sehr schwere und ungünstig geformte Werkstücke solide in der korrekten Sägeposition. Grundsätzlich sind Bandsägen für die Metallbearbeitung in metallverarbeitenden Betrieben, Werkstätten und nur selten in der privaten Hobbywerkstatt zu finden. Aber wer sich nicht von vornherein auf ein Material festlegen möchte, hat für den deutlich höheren Preis ein Modell für wirklich jede Einsatzvariante.


Vor- und Nachteile des Werkzeugs

Heimwerker mit Werkzeugerfahrung ziehen häufig die Bandsäge wegen ihrer Präzision und Robustheit einer Tischkreissäge vor. Vor dem Kauf muss individuell zwischen den Vor- und Nachteilen nach Einsatzbedingungen unterschieden werden:

Vorteile

  • Hohe Schnittpräzision auch durch dicke Werkstücke
  • Gute Arbeitssicherheit durch geschütztes Sägeblatt und Überlastschutz im Motor
  • Teilweise mit Rollen unter dem Gehäuse mobil für Baustelleneinsätze
  • Vor allem Modelle der höheren Preisklasse auch für die Metallbearbeitung verwendbar
  • Außer geraden Schnitten auch geschweifte oder Kreisschnitte millimetergenau möglich

Nachteile

  • Nur stationär verwendbar
  • Derzeit noch keine Standmodelle mit Akkubetrieb erhältlich

Worauf beim Kauf einer Bandsäge zu achten ist

bandsäge

Nicht jedes Ausstattungsmerkmal einer Bandsäge ist für jeden Anwender tatsächlich vorteilhaft. Ein Teil der wichtigen Aspekte wirkt sich auch deutlich auf den Anschaffungspreis aus. Jedoch sollte dieser hinter Leistung und Sicherheit nur eine untergeordnete Rolle spielen:

  • Mobilität

Bandsägen sind für den stationären Einsatz konzipiert. Wer einen ständigen Wechsel des Einsatzortes plant, kann eventuell auf Hand-Bandsägen ausweichen. Soll es dennoch das solide Standgerät sein, eignen sich Bandsägen mit einem Rollengestell dafür. Solche Modelle werden bei Bedarf auf einer Seite angehoben und über die zwei Rollen unter der anderen Seite weitertransportiert. Es muss jedoch darauf geachtet werden, ob ein Modell im Stand zusätzlich gegen eine ungewollte Bewegung gesichert ist. Dies lässt sich entweder über Stoppfunktionen an den Rollen oder über eine automatische Sperre im Stand regulieren.

  • Gewicht

Je schwerer eine Bandsäge ist, desto höher ist sie auch mit Werkzeuggewichten belastbar. Doch muss auch beachtet werden, dass ein höheres Maschinengewicht die Mobilität einschränkt. Deshalb sollte eine schwere Ausführung eher für die einmalige Aufstellung in Garage oder Hobbywerkstatt angeschafft werden. Bei wechselnden Anforderungen muss wenigstens eine Grundmobilität gewährleistet bleiben. Diese geht durchaus zu Lasten von Materialien und Werkstückstärken, die sich bearbeiten lassen. Vor allem für die Metallbearbeitung sichert erst ein bestimmtes Grundgewicht des stationären Modells eine saubere Sägeleistung durch Blech und Metallplatten.

  • Stabilität

Die Stabilität hängt neben dem Gewicht und der mobilen Ausstattung (oder deren Fehlen) auch von der Gesamtform eines Modells ab. Schwere Bandsägen haben breitere Auflageflächen. Ein Untergestell mit Rollen kann teilweise nach Bedarf untergebaut werden. Die Größe und Anordnung der Arbeitsfläche ist ebenfalls wichtig für gute Stabilität. Am besten sind solche Flächen, die nicht viel größer als der Gehäuseumfang sind. Bei Bedarf können sie zu allen Seiten (außer nach hinten) ausgeklappt werden. Auch Werkstücke mit ungünstiger Grundform lassen sich für den langen, ununterbrochenen Schnitt bequem und kippelfrei über die Arbeitsfläche durch das Sägeblatt führen.

  • Bandführung und Bandgeschwindigkeit

Je nach Bandführung ist mit dem Sägeblatt eine Höchstgeschwindigkeit für ein gutes Sägeergebnis möglich. Ein sehr kräftiger Motor nützt wenig, wenn die Bandführung nur für eine niedrige oder mittlere Geschwindigkeit eingestellt ist. Vorteilhaft sind solche Bandsägen, bei denen sich Bandführung und -geschwindigkeit dem Werkstück und der Festigkeit des Materials anpassen lassen. Dies ist vor allem bei Modellen der mittleren bis hohen Preisklassen möglich.

  • Zahnteilung und Beschichtung des Sägebandes

Je feiner die Zähne am Sägeblatt geteilt sind, desto festere Materialien können glatt durchtrennt werden. Doch für sehr hartes Holz oder Holz-Mischwerkstoffe mit großer Splittergefahr müssen spezielle Bänder verwendet werden. Ebenso wichtig wie die Zahnteilung ist die Beschichtung von Sägebändern. Eine solche erleichtert verschleißarmes Sägen vor allem in der Metallbearbeitung oder beim Durchtrennen bestimmter Kunststoffe. Auch Sägeblätter ohne ausdrücklichen Hinweis auf eine Beschichtung sollten wenigstens aus gehärtetem Edelstahl bestehen. Ansonsten sind sie nach wenigen Anwendungen abgenutzt.

  • Ausstattung (auch Zubehör)

Ein Not-Stopp, große Bedienknöpfe und eine ausreichend große Arbeitsfläche gehören zur Grundausstattung selbst bei einer Bandsäge für Einsteiger. Außerdem haben viele Modelle Ausklappfunktionen für die Arbeitsfläche, einige sogar Anbau-Zubehör. Ein Untergestell mit Rollen kann häufig auch von anderen Herstellern verwendet werden. Einfacher sind solche Bandsägen, bei denen diese Ausstattung bereits im Lieferumfang enthalten ist. Empfehlenswert ist auch eine Schutzhaube für das Sägeblatt. Auch ein Überhitzungsschutz im Motor oder Hilfswerkzeug zum Spannen des Sägeblatts sind Zubehöre mindestens ab der mittleren Preisklasse.


Marktführer und Preisklassen

Speziell bei Werkzeugen im Bereich der Holzverarbeitung und Metallverarbeitung haben sich weltweit einige Marktführer mit einem besonders breit gefächerten Sortiment etabliert. Bei Bandsägen vom Einsteigermodell bis zur Profi-Ausführung für industrielle Anwendungen sind das vor allem diese Hersteller:

Proxxon

Der Hersteller Proxxon macht sich vor allem mit Werkzeugen für die Feinmechanik einen Namen. Seine derzeit einzige MICRO-Bandsäge ist ebenfalls für feinste und dennoch starke Schnitte durch Holz und dünnes Metall konzipiert. Das Modell zeichnet sich durch einen besonders leisen Motor, eine elektronische Regulierung der Bandgeschwindigkeit und eine dreifach kugelgelagerte Bandführung aus. Es kann für die verschiedenen Feinanwendungen mit Sägeblättern in drei unterschiedlichen Breiten gearbeitet werden. Zum Zubehör der Proxxon Bandsäge gehört außerdem ein Gehrungsanschlag. Mit seiner Hilfe können auch Schnitte in bis zu 45 ° Schräge präzise ausgeführt werden. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein Absaugstutzen mit Adapter für den Anschluss einer externen Staubabsaugung.

Scheppach

Scheppach gehört zu den Traditionsherstellern in der holzbe- und -verarbeitenden Industrie. Neun Bandsägen mit unterschiedlicher Leistung gehören aktuell zum Sortiment der Marke. Die leichtesten Modelle des Herstellers sind für Heimwerker und Schulungszentren konzipiert. Sie zeichnen sich durch besonders simple Handhabung bei sehr sauberen Sägeergebnissen und hoher Lebensdauer von Motoren und mechanischen Komponenten aus. Allerdings bietet Scheppach auch Bandsägen für Profis an, die preislich gleich im vierstelligen Bereich zu finden sind. Deren Besonderheiten sind große Durchlassbereiche, strapazierfähige Motoren und eine anpassungsfähige Mobilität der insgesamt schweren Modelle. Scheppach Bandsägen für Profis gelten unter Handwerkern als unverwüstlich und bis zur Leistungsgrenze langfristig belastbar.

Einhell

Einhell als Werkzeughersteller entwickelt vor allem für Heimwerker preisgünstige Innovationen. Auch bei Bandsägen zeichnen sich die drei aktuellen Modelle der Marke durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis für leichte, gelegentliche Sägeanwendungen aus. Die preisgünstigste der drei Bandsägen von Einhell kann stufenlos auch für Gehrungsschnitte verwendet und in der Höhe für exakte Schnittführung verstellt werden. Das teuerste Modell ist immer noch besonders preiswert und selbst für den gelegentlichen Einsatz beim Handwerker (vor allem für Restauratoren und Reparaturwerkstätten) geeignet. Eine externe Staubabsaugung kann auch bei diesen drei Varianten über einen Absaugstutzen mit Adapter mühelos angebracht werden. Die Stabilität ist für mittelschwere Werkstücke aus Holz ausreichend. Längere Stücke sollten über Rollbock oder andere Stützmöglichkeiten während des Sägeprozesses zusätzlich stabilisiert werden.

Variolux

Variolux ist ein Hersteller von Elektrotechnik und Elektronik. Vor allem der Fachhandel und die Industrie werden von der Marke aus Bacharach (Rheinland-Pfalz) beliefert. Als einzige derzeitige Bandsäge bietet Variolux eine Profi-Bandsäge von äußerster Robustheit für sehr vielseitige Schnitteinstellungen. Über eine höchst empfindliche Bandeinstellung sind millimetergenaue Führungen des Sägeblatts auch durch Metall möglich. Das schwere Gehäuse bietet stabilen Stand auch unter kiloschwerer Belastung durch ungünstig geformte Werkstücke. Allerdings ist die Bandsäge von Variolux für die Bedürfnisse wenig erfahrener Einsteiger überausgestattet. Beispielsweise verlangt die präzise Bandeinstellung ausreichend Erfahrung, um damit anschließend tatsächlich das gewünschte Sägeergebnis zu erzielen.

Epple

Die Marke Epple steht seit beinahe einem halben Jahrhundert für die Herstellung hochwertiger Werkzeugmaschinen. Speziell für die Blech- und Metallbearbeitung sind Motoren und Sägeblätter der Bandsägen geeignet. Mit den größten Bandsägen für Industrie und Handwerk können Werkstücke von wenigstens einem Meter Dicke mühelos durchtrennt werden. Kleinere Bandsägen von Epple sind eher für Präzision im Kleinen, also stufenlos verstellbare Gehrungsneigung oder Schweif- und Kreisschnitte geeignet. Entsprechend der Bandbreite an Leistungen gibt es von Epple Bandsägemodelle um die 500 bis 2.500 Euro. Immerhin gehören die Premium-Modelle zu den Grundanschaffungen auch im Maschinenpark von Industriebetrieben. Verschiedene Sicherheitskomponenten und elektronische Regulierungsmöglichkeiten machen die Handhabung der kleinsten und größten Epple Bandsägen besonders sicher und einfach.

Metabo

Metabo bedient mit seinen Elektrowerkzeugen und Werkzeugmaschinen zwei Marktbereiche. Eine Zielgruppe sind Bauhandwerker und Heimwerker. Sie sollen mit der Metabo-Technik Hilfe bei Renovierungen, Neubauten und Sanierungen erhalten. Die zweite Zielgruppe ist das Metallhandwerk (auch: Metallindustrie). Entsprechend dieser Zweiteilung gibt es im Bereich der Bandsägen von Metabo solche Leichtmodelle für den eher gelegentlichen Einsatz privat und ebenso schwere Profimodelle, die auch unter täglich härtesten Einsatzbedingungen präzise Ergebnisse liefern. Preislich sind durchaus vielseitige, robuste Metabo Bandsägen schon um 600 bis 800 Euro zu finden. Solche Modelle für industrielle Anforderungen liegen mit 2.500 Euro im durchschnittlichen Preisbereich der Profi-Preisklasse.


Sicherheitstipps für die richtige Handhabung

bandsäge vergleich

Vom richtigen Umgang mit der Bandsäge hängt das Sägeergebnis ebenso ab wie die Sicherheit des Anwenders. Auf diese Dinge muss deshalb bei jedem Betrieb einer Bandsäge geachtet werden:

  • Stabilität im Sägebereich

Ein stabiler Stand der Bandsäge hat Priorität vor allen weiteren Funktionen. Diese Stabilität wird von drei Faktoren besonders beeinflusst. Ein planer Untergrund sorgt für den besten Stand der Bandsäge. Die Fläche sollte außerdem ausreichend fest sein, um Vibrationen während des Sägeprozesses ohne Beschädigung des Bodens abzuleiten. Wo die ebene Aufstellfläche nicht gewährleistet ist, kann das Unterlegen eines festen Belags oder einer soliden, bruchfesten Platte helfen.

Eine besonders ungünstige Werkstücklänge und -form sollte durch Hilfstechnik unterstützt werden. Lange Sägestücke liegen beispielsweise stabiler auf einem Rollbock, krumme Stücke besser auf einer größeren Arbeitsfläche. Bandsägen mit ausklappbaren Tischseiten sind besonders günstig, um solche Formen zu kompensieren. Es muss stets Mobilität versus Stabilität abgewogen werden. Rollen am Untergestell einer Bandsäge mögen zunächst ein praktisches Extra zu sein. Jedoch behindern sie die Stabilität bei überwiegend stationärem Einsatz eher, weil sie erstens mehr Aufstellplatz beanspruchen und zweitens nur durch Feststellfunktionen gebremst werden. Besser sind Bandsägen, bei denen das Rollengestell erst für einen tatsächlich geplanten Transport unten am Gehäuse angebraucht werden kann.

  • Sauberkeit am Arbeitsplatz

Späne auf Werkstücken können ein Verletzungsrisiko bergen. Späne im Sägeblatt verschlechtern die Sägeleistung. Schließlich behindern Schmutz und Staub auch die Sicht auf den Arbeitsbereich. Deshalb muss eine Absaugung gewährleistet sein. Gleichzeitig sollten vor und nach jedem Einsatz Bandsäge und Werkstück mindestens abgefegt oder abgeblasen werden, bei Bedarf auch während eines Arbeitsprozesses. Das Entfernen von Spänen ist auch für die Laufräder wichtig. Selbst bei seltenem Gebrauch ist gefahrlose Mobilität nur bei sauberer, also unbehinderter Rollleistung möglich. Generell gehört das Reinigen aller mechanischen Teile nach jedem Einsatz zu den Pflichten der Gerätewartung. Denn nur im sauberen Zustand ist gute Funktionalität über viele Gebrauchsjahre hinweg gewährleistet.

  • Sichere Handhabung

Das Werkstück darf nur mit einem Sicherheitsabstand beidseitig von wenigstens 10 cm zwischen Händen und Sägeblatt geführt werden. Für Schnitte durch zu kleine Werkstücke kann ein Schiebestock verwendet werden. Er überträgt die Kraft von den Händen über die Anschlagsstellen zum Werkstück. Wie bei allen Sägearbeiten sollten auch bei der Handhabung mit der Bandsäge Arbeitshandschuhe, Hör- und Augenschutz getragen werden. Ebenso ist feste Kleidung gegen ein Verletzungsrisiko durch umherfliegende Späne empfehlenswert. Weitere Sicherheitstipps geben die Markenhersteller bei jedem Modell in der Betriebsanleitung.

  • Sägebänder sorgsam behandeln

Spannung der Sägeblätter bei Pausen lockern: Durch Lockern der Umlenkrollen wird die ansonsten nötige Spannung aus dem umlaufenden Sägeblatt genommen. Dies schont das Material und sollte nach jedem Einsatz zu den Aufräum- und Pflegearbeiten gehören.

Sägebänder beim Abstumpfen rechtzeitig austauschen: Es macht wenig Sinn, sichtbar abgestumpfte Sägeblätter weiterzuverwenden. Sie können zerbrechen, Risse bilden oder die Schnittqualität stark beeinträchtigen. An einem Sägeblatt ist wenig gespart – am rechtzeitigen Austausch sehr wohl. Denn damit ist langfristig ein präzises Schnittergebnis gewährleistet.

Bei Dauereinsatz Pausen für die Sägeblätter einplanen: Ein überhitztes Sägeblatt verschleißt schneller. Durch kleine Pausen bei langen Schnitten oder mehrstündigem Dauereinsatz bekommen die Blätter Zeit zum Abkühlen. Dadurch bleibt ihre Lebensdauer länger gut.


Fazit

Bandsägen sind stationäre Sägewerkzeuge für lange, durchgehende Schnitte. Die besten Markenmodelle erlauben außer dem geraden Schnitt auch geschwungene oder kreisrunde Schnittführungen. Die Marktführer bieten bereits für Einsteigerpreise sichere und robuste Technik. Sinnvoll für voraussichtlich hohen Bedarf an langen, geraden Schnitten ist eine Mehrinvestition in mindestens eine Bandsäge für versierte Heimwerker.